Gedenken am Volkstrauertag in Harle

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Der Gedenktag wird in der Bundesrepublik Deutschland seit dem Jahr 1952 begangen und erinnerte in seinem Ursprung der Toten und Gefallenen der Kriege.

In Harle wird der Volkstrauertag seit vielen Jahren in einer gemeinsamen Veranstaltung der Kirchengemeinde, des Ortsbeirates und von Vereinen am Ehrenmal auf dem Friedhof begangen.

Eingeleitet wurde das Gedenken mit Worten der Pfarrerin Frau Nebe-Wenderoth und damit, dass die beiden Konfirmanden Christoph Reyer und Johannes Czernecki eine kleine Eibe pflanzten. Die Eibe galt von alters her wegen ihrer Verbindung zur Ewigkeit als ein Baum des Friedens und zum Schutz vor dem Bösen.

Der Ortsvorsteher Peter Schlombs fasste in seinen Worten die nun fast 60jährige Nachkriegsgeschichte des Volkstrauertags zusammen, in der im Besonderen der Wortlaut des Totengedenkens betrachtet wurde.

Wurde zu Anfang den Toten der Weltkriege gedacht, erweiterte sich die Betrachtung in folgenden Jahrzehnten immer weiter. Unter anderem finden die Opfer des Nationalsozialismus, Terrorismus und Extremismus, von Gewaltherrschaft sowie politisch Verfolgte und Vertriebene ihren Platz im Totengedenken. Auch den Menschen, die durch Hass und Gewalt in unseren Tagen ihr Leben lassen mussten, wird gedacht.

Im Zeichen dieses Gedenkens legten zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Harle einen Kranz am Ehrenmal nieder.

„Ich hatt’ einen Kameraden“, dieses alte Lied, welches an die Kameradschaft unter Soldaten und in anderen Verbänden erinnert, lässt die diesjährige Gedenkstunde ausklingen.

Ortsvorsteher Peter Schlombs hält die Volkstrauertagsansprache.

Kranzniederlegung am Ehrenmal